Le jardin d'eau de Claude Monet à Giverny, pont japonais vert et nymphéas
Lebensart

Giverny: Claude Monets Haus und Gärten

In Giverny in der Normandie formte Claude Monet über vierzig Jahre einen Garten, der zum lebendigen Kunstwerk wurde: den blühenden Clos Normand, den Wassergarten und seine japanische Brücke.

Es gibt Orte, an denen die Malerei lebendig zu werden scheint. In Giverny, einem kleinen Dorf im Département Eure in der Normandie, lebte Claude Monet von 1883 bis 1926 und formte über mehr als vierzig Jahre einen Garten, den er für sein schönstes Meisterwerk hielt. Der blütenüberquellende Clos Normand, der Wassergarten mit seiner berühmten japanischen Brücke und seinen Seerosen, das rosa verputzte Haus: alles atmet noch die Welt des Meisters des Impressionismus. So besuchen Sie dieses Heiligtum der Farben.

Warum Giverny besuchen

Giverny ist nicht bloß ein Garten: Es ist das lebendige Modell eines der berühmtesten Werke der Kunstgeschichte. Hier malte Monet seine Serie der Seerosen, jene monumentalen Leinwände, die heute in der Orangerie hängen. Durch seine Wege zu schlendern heißt, in ein Gemälde einzutreten und das Spiel von Licht und Spiegelungen zu beobachten, das den Maler besessen machte. Als zweitmeistbesuchter Ort der Normandie nach dem Mont-Saint-Michel zieht das Anwesen jährlich Hunderttausende Besucher an.

Der Clos Normand, ein Blumengarten

Vor dem Haus erstreckt sich der Clos Normand, ein Blumengarten von etwa einem Hektar. Monet ersetzte den ursprünglichen Obstgarten durch eine Fülle von Beeten, in denen sich Kapuzinerkressen, Rosen, Schwertlilien, Pfingstrosen, Dahlien und Mohn mischen. Der Mittelweg, überspannt von Bögen aus Kletterrosen, führt zum Haus und ist im Sommer von Kapuzinerkressen bedeckt. „Wie eine Malerpalette“ angelegt, spielt dieser Garten mit Höhen, Perspektiven und Farbkontrasten, in einer kunstvoll inszenierten Unordnung.

Blumenbeete des Clos Normand in Claude Monets Garten in Giverny
Die blühenden Beete des Clos Normand © Miguel Hermoso Cuesta · CC BY-SA 3.0
« „Mein schönstes Meisterwerk ist mein Garten.“ — Claude Monet zugeschrieben »

Der Wassergarten und die japanische Brücke

Jenseits der Straße, erreichbar durch einen unterirdischen Gang, öffnet sich der Wassergarten, ab 1893 angelegt. Monet leitete einen Arm der Epte ab, um einen Teich zu bilden, den er mit Seerosen bevölkerte. Ringsum bilden Trauerweiden, Glyzinien, Bambus und Ahorne eine japanisch inspirierte Kulisse. Die berühmte japanische Brücke, 1895 grün gestrichen und von Glyzinien überwuchert, überspannt den Teich: das Motiv, das der Maler unermüdlich variierte, bis hin zu den riesigen Seerosen-Tafeln.

Das rosa verputzte Haus

Im Herzen des Anwesens kann auch das lange rosa verputzte Haus mit grünen Fensterläden besichtigt werden. Monet wählte die Farben selbst, gegen die Gepflogenheiten der Zeit. Im Inneren entdeckt man das Atelier-Wohnzimmer, die Küche mit blauen Fliesen aus Rouen, das gelbe Esszimmer und die bemerkenswerte Sammlung japanischer Holzschnitte, die die Wände schmückte und die Vorstellungskraft des Malers nährte. Ende der 1970er Jahre originalgetreu restauriert, taucht das Haus den Besucher in die Welt des Maler-Gärtners ein.

Claude Monets rosa verputztes Haus mit grünen Fensterläden in Giverny
Claude Monets Haus, rosa verputzt © Jean-Pierre Dalbéra · CC BY 2.0

Rund um Giverny: Vernon und das Malerdorf

Giverny beschränkt sich nicht auf Monets Anwesen. Das Dorf, „Malerdorf“ genannt, beherbergte ab dem späten 19. Jahrhundert eine Künstlerkolonie, vor allem aus den USA, die im Gefolge des Meisters kam. Man kann das Museum der Impressionismen besuchen, wenige Schritte vom Haus entfernt, das diese künstlerische Geschichte nachzeichnet und hochwertige Wechselausstellungen zeigt. Zwei Kilometer entfernt lohnt die Stadt Vernon den Abstecher für ihre alte Brücke, ihre Fachwerkhäuser und ihre normannische Atmosphäre. Wanderer schätzen die Wege, die Vernon mit Giverny durch die Landschaft der Eure verbinden. Verpassen Sie schließlich nicht Claude Monets Grab, unauffällig nahe der Dorfkirche gelegen, wo der Maler an der Seite der Seinen ruht.

Den Besuch vorbereiten

Die Claude-Monet-Stiftung öffnet vom 1. April bis 1. November, der Garten erreicht seinen Höhepunkt von Mai bis Juli. Von Paris aus erreicht man Vernon-Giverny am einfachsten mit dem Zug ab Bahnhof Saint-Lazare (rund 45 Minuten), dann mit dem Pendelbus oder einem Leihfahrrad. Um dem Andrang zu entgehen, bevorzugen Sie die Morgenöffnung oder den späten Nachmittag und buchen Sie Ihr Ticket online. Planen Sie mindestens zwei Stunden ein, um ohne Eile zwischen den beiden Gärten und dem Haus zu schlendern.

Ebenfalls sehenswert in Giverny

Um die Entdeckung zu verlängern, einige Anregungen:

Kurz gesagt

Zwischen dem blühenden Clos Normand, dem Wassergarten mit seiner japanischen Brücke und dem rosa Haus bietet Giverny ein einzigartiges Eintauchen in die Welt von Claude Monet. Für Ihre Reiseplanung durchstöbern Sie unser Regionenverzeichnis, erkunden Sie die sehenswerten Städte und markieren Sie Ihre Etappen auf der interaktiven Karte.

Camille Lacombe
Geschrieben von
Camille Lacombe
Rédaction Escale France